Rum-Schokoladen-Tasting in Hamburg

Rum und Schokolade
Rum und Schokolade

Ich liebe gut sortierte Hotelbars! Sie sind oft ein Ort, an dem man in sehr netter Atmosphäre einen Cocktail trinken kann. Natürlich gibt es auch Hotels, in denen die Bar eher trostlos ist, und nicht zum Verweilen einlädt. Das ist jedoch in der Bar des Ameron Hotels in Hamburg ganz anders: Dort ist der Barbereich durch Raumteiler und eine geschickte Stellung der Möbel in Segmente aufgeteilt, so dass jeder Besucher das Gefühl hat, seinen Privatraum gefunden zu haben. Natürlich ändert das nichts daran, dass man ganz genau hört, was in den anderen Nischen gesprochen wird, zumindest, wenn man das will.

Wir haben uns für unseren Barbesuch den kuscheligen Platz am Kamin ausgesucht. Die Cocktailkarte liest sich gut, doch trotz der großen Auswahl habe ich mich schnell entschieden: Für etwa 20 Euro will ich das Rum-Schokoladen-Tasting machen. Seit ich auf Kuba die Destillerie von Havanna Club besucht habe, bin ich nämlich Rum-Fan. Tatsächlich ist auch eine der vier Rum-Sorten im Tasting von Havanna Club. Das Unternehmen, das mit Bacardi verwandt ist, hat ja mehrere Rum-Sorten im Angebot. In Deutschland sind jedoch in der Regel nur die jungen für die Mixgetränke bekannt. Dabei gibt es auch richtig edle Havanna Club Sorten, die hier ziemlich teuer sind im Vergleich zu Kuba.

Verbotener Rum

Am Kamin
Am Kamin

Dabei ist außerdem ein Rum von Jamaika, einer aus Mexiko und ein vierter aus Guatemala. Zusätzlich zum Rum gibt es Schokoladenstückchen. Die Grundregel lautet: Je süßer der Rum, desto dunkler die Schokolade, erklärt und die Barkeeperin. Sie erzählt uns auch die Geschichten zu den Rumsorten, und was das Besondere an ihnen ist. Mir bleibt vor allem eine Geschichte im Gedächtnis, die des ron prohibido, des verbotenen Rums also. Weil nämlich früher auf See kein sauberes Wasser zur Verfügung stand, hat man den Matrosen, die aus Portugal und Spanien die Welt umsegelten, in den Fässern Wein mitgegeben. Da dieser nun sehr lange in den Fässern lagerte, und es im Süden mollig warm war, entstand mehr oder weniger per Zufall der Portwein beziehungsweise der Madeira-Wein.

Nun wollte man die Fässer nicht leer nach Europa zurückschicken und füllte sie darum in Mexiko mit Rum auf. Der nahm während der langen Fahrt die Süße des Weins an – und war bei den Spaniern und Portugiesen plötzlich so beliebt, dass der König ihn verbieten ließ, erzählt die Barkeeperin.

Zusammenspiel mit Schokolade

Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass Rum und Schokolade zusammenpassen würden. Tatsächlich nimmt aber die Schokolade, wenn man sie zwischen den Schlucken isst, dem Rum die Schärfe, den Brand auf der Zunge also. Was übrig bleibt, ist das Aroma. Natürlich etwas gefärbt durch die Schokolade. Ich finde, es ist eine gute Kombination. Allerdings darf man sich durch den jetzt milden Geschmack nicht täuschen lassen: Rum ist und bleibt ein hochprozentiger Alkohol. Darum reichen die vier kleinen Gläschen auch vollkommen aus – es hätte kein Schluck mehr sein dürfen. Das Rum-Schokoladen-Tasting können übrigens auch Besucher genießen, die nicht im Hotel abgestiegen sind.

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