Original Beans: Schokolade, die alle glücklich macht

Geschmackstest
Geschmackstest

Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker – und eventuell Milch. Das sind die einzigen Zutaten, die in die Schokolade von Original Beans kommen. Das Ergebnis ist mehrfach prämierte Qualität: „Original Beans wurde bereits von der Jury des Great Taste Awards, der Academy of Chocolate, der Jury des International Chocolate Awards und einigen weiteren ausgezeichnet“, Katrin Becht, die die Pressearbeit für die Firma macht. In der Schokolade von Original Beans findet man keine Zusatz- oder Geschmacksstoffe – und trotzdem schmeckt jedes der fünf kleinen Täfelchen, die Katrin mir geschickt hat, anders – und sie sehen auch ganz unterschiedlich aus: Einige sind heller, andere sehr dunkel, eines ist weiß.

„Die Unterschiede erreicht Original Beans durch die verschiedenen Kakaosorten, die verwendet werden“. Sie kommen beispielsweise aus den peruanischen Anden, aus dem Ostkongo dem bolivianischen Amazonas. Welche Schokolade aus welcher Weltregion kommt, lässt sich schon am Namen erkennen: „Unsere Schokoladen heißen nach ihrem Anbaugebiet“, erklärt Katrin. Der Kakao für Esmeraldas Milk beispielsweise kommt eben aus der ekuadorischen Stadt Esmeraldas. Die samtigen Noten von Karamel mit Fleur de Sel, die mir auf der Verpackung versprochen werden, kann ich jedoch nicht herausschmecken. Auch keine Limonen-, Himbeere- oder Weichselkirschennote, wie sie auf den anderen Tafeln angekündigt werden. Vielleicht bin ich dafür einfach nicht genug Gourmet. Trotzdem schmeckt mir und meinen beiden Mittestern die Schokolade.

Genuss fördert Umweltschutz

Original Beans für meine Rum-Trüffel
Original Beans für meine Rum-Trüffel

Palmöl ist übrigens auch nicht in Original Beans Schokolade. Denn die Schokoladen-Macher haben sich dem Umweltschutz verschrieben. „Palmöl gewinnt man aber aus der Ölpalme“, erklärt Katrin. Und weil die Nachfrage in der Industrie nach dem Öl groß ist, werden für Ölpalmen Bäume des Regenwalds abgebrannt. Dadurch entstehen Monokulturen, die dazu führen, dass andere Pflanzen und Tiere langfristig bedroht werden. Hinzu kommt: Durch Brandrodung wie beispielsweise in Indonesien, liegen weite Regionen immer wieder unter einer Rauchdunstglocke.

Die Macher von Original Beans wollen den Regenwald jedoch erhalten. Darum arbeiten sie mit kleinen Bauern zusammen in den Gegenden, in denen sie seltene oder vergessene Kakaosorten gefunden haben. Sie schulen die Bauern im Kakaoanbau: „Angefangen beim Pflanzen der Bäume, über die Veredelung und Pflege, die Ernte und Nachernte, bis zur Trocknung und Fermentierung“. Und das Unternehmen kauft direkt bei ihnen ein. So geht kein Geld an Zwischenhändler verloren.

Das ist auch für die Umwelt gut, denn: „Wo Kakao nachhaltig wächst und angebaut wird, kann niemals eine Monokultur entstehen“, sagt Katrin. Schließlich brauche ein Kakaobaum in natürlicher und gesunder Umgebung Schatten. Darum müsse man zu jedem Kakaobaum einen anderen pflanzen. So wird Artenvielfalt erhalten. Original Beans pflanzt außerdem für jede Tafel einen Baum – so steht es zumindest auf der Verpackung. Über eine Million Bäume sind es bisher, sagt Katrin – sie stehen im Virunga Nationalpark im Ost-Kongo, im Piura Flusstal in Peru oder der Esmeraldas Region in Ecuador.

Gibt man übrigens den Buchstaben-Zahlen-Code von der Tafelrückseite auf der Internetseite ein, erfährt man mehr über das Anbaugebiet: Femmes de Virunga beispielsweise kommt aus dem Ostkongo. Die Frauen vor Ort sind in Kooperativen organisiert, die Kakao für Original Beans anbauen. „Original Beans hat für die Frauen Alphabetisierungs- und Managementkurse organisiert. Dadurch wurden sie von ihren Männern unabhängig und erwirtschaften zum ersten Mal in ihrem Leben eigene Einkommen“, sagt Katrin.

Wie es dazu kam

Hinter Original Beans steht der Gründer Philipp Kauffmann. Er hat unter anderem in New York für die UN gearbeitet. Sein Spezialgebiet: Biodiversität. Auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, bei dem es keine Verlierer geben sollte, stand er plötzlich vor einem Kakaobaum und wusste, dass er die Lösung gefunden hatte. „Original Beans möchte Regenwälder durch nachhaltigen Kakaoanbau schützen und die Verbraucher gleichzeitig durch den Genuss von exklusiver Schokolade auf die wichtigsten Probleme unserer Welt aufmerksam machen: Den Erhalt der Regenwälder und der biologischen Vielfalt, Armut, Konflikte und Migration“, heißt es darum auch in den Presseunterlagen des Unternehmens. Derzeit ist der Kakao-Experte von Original Beans übrigens in Brasilien und Kolumbien unterwegs – immer auf der Suche nach dem begehrten Rohstoff.

Original Beans kann man online kaufen. Mir hatte Katrin drei 70 Gramm Tafeln und fünf Mini-Tafeln geschickt sowie eine Packung Rondos, die zum Kochen und Backen gedacht sind.

One thought on “Original Beans: Schokolade, die alle glücklich macht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.