Mekong Food: Erinnerungen und ein Kochabend

Mekong Food
Mekong Food

Schlange und Maus, diese beiden Speisen verbinde ich auch nach vielen Jahren noch mit meiner kurzen Reise ins Mekong Delta in Vietnam. Nicht, dass wir diese Tiere dort ständig gegessen hätten, aber bei unser Drei-Tages-Tour zusammen mit anderen Touristen teilten wir uns diverse Gerichte – und da war eben auch eine Portion Schlange und eine Maus dabei. Der Geschmack ist eigentlich nicht besonders erinnerungswürdig. Das Fleisch war zart und erinnerte mich an Hühnchen. Woran ich mich außerdem erinnere, das ist der sensationelle Preis für diese Tour. Wir wollten eigentlich etwas eher Hochpreisiges, weil wir keine Lust hatten, in billigen, schmutzigen Unterkünften zu übernachten. Doch die teuerste Mekong-Delta-Tour, die wir finden konnten, kostete 19 Euro pro Person – inklusive Boots- und Busfahrten, Hotels und Essen. Und sie war völlig ok.

Das alles ging mir durch den Kopf, als die Agentur Literaturtest mich fragte, ob ich das Kochbuch Mekong Food von Michael Langoth (Werbe-Link) rezensiere möchte. Klar wollte ich, dadurch konnte ich schließlich viele Erinnerungen wieder erwecken. Denn das Buch ist nicht einfach eine Sammlung von Rezepten. Vielmehr ist es eigentlich ein Bildband, bei dem auf den ersten 100 Seiten Fotos, die der Autor im Mekong-Delta gemacht hat, gezeigt werden. Langoth hat übrigens auch das wunderschöne Kochbuch Spirit & Spice herausgegeben, das die indische Küche auf ähnliche Art vorstellt.

Kochabend mit den Lieblingsmädels

Nun hat ein Kochbuch natürlich auch eine Funktion. Es ist also nicht damit getan, dass man sich schöne Bilder ansieht. Sondern man muss die beschriebenen Gerichte auch einfach nachkochen können. Ich habe darum drei ausgewählt:

  • einen Pho, also eine Nudelsuppe, mit Huhn,
  • einen Mangosalat und
  • kalte Frühlingsrollen.

Dann habe ich zwei Freundinnen eingeladen, und wir haben einen Abend lang gequatscht, gelacht – und natürlich gekocht und gegessen.

Unser Fazit: In nicht einmal 40 Minuten standen alle drei Gerichte auf dem Tisch. Dabei haben wir allerdings die Frühlingsrollen nur vorbereitet und jede am Tisch selbst ihre Rollen zusammengestellt. Das ist eigentlich ganz ähnlich wie Fondue oder Raclette, weil man sich intensiv mit dem Essen auseinandersetzt und ganz individuelle Gerichte zaubern kann.

Die Suppe musste natürlich gekocht werden, doch das ging ziemlich schnell und eigentlich von selbst, während wir Sellerie, Möhren, Zwiebeln, Gurke und Kräuter kleinschnitten. Tatsächlich war das Schnippeln des Gemüses die größte Arbeit, eine Aufgabe also, die auch jeder Anfänger problemlos bewältigen kann. Das Gemüse hatte ich übrigens im Supermarkt gekauft, man braucht dementsprechend keine sehr ausgefallenen Dinge. Auch die Reisnudeln, die im Pho und den Frühlingsrollen waren, gab es dort. Reispapier, das ich schon oft im Supermarkt gekauft habe, war leider dieses Mal nicht vorrätig, aber ich hatte noch eine halbe Packung zuhause. Sonst hätte ich es im Asialaden gekauft. Dort musste ich zwar nicht zwingend hin, denn auch Korianer und Minze gab’s im Supermarkt. Aber meine Fischsoße war leer und ich hatte keinen Thai-Basilikum. Ich denke, man könnte alle Gerichte auch ohne diese Zutaten kochen, aber sie geben dem Essen eben den typisch vietnamesischen Geschmack, den ich sehr gerne mag.

Eines der beiden Mädels schrieb mir übrigens noch nachts per WhatsApp:

„Mann war das lecker! Unbedingt wiederholenswert!“.

Das Kochbuch hat also unseren Test bestanden.

Der beste Asialaden in Köln ist übrigens meiner Meinung nach der Heng Long Supermarkt auf der Aachener Straße hinter der Tankstelle. Dort gibt es wirklich alles – bis hin zu Duschkabinen und Kimonos.

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