Kekstest: Favorit Matcha

Ein Teller voller Kekse
Ein Teller voller Kekse

Ich liebe grünen Tee. Heiß oder als Eistee. Oder als Eis – wie ich es das erste Mal vor vielen Jahren in Vietnam in Kombination mit Ingwer- und Sesameis gegessen habe. Und – wen wundert’s? – auch als Kekse. Die bringt die Firma Lambertz nämlich heraus: Matcha Bio Cookies heißen sie dort. Das sind dünne Kekse mit einem Hauch zartbitterer Schokolade auf der Rückseite und einem intensiven Grünteegeschmack nach dem Kauen. Meine Favoriten. Lambertz hatte mir nämlich zum Test ein Paket mit sechs unterschiedlichen Sorten geschickt. Zusätzlich zu den Matcha-Keksen gab es noch Apfel-Chia – da blieben mir aber die Fruchtstücke zu sehr an den Zähnen kleben. Und Wiesenkräuter mit Minze, Melisse und Candelua. Aus der Reihe „Kaffee Moment“ gab es außerdem klassische Geschmacksrichtungen: Butter-Gebäck und Zimt Karamell sowie Cappuccino.

Für „bewusste Genießer“

Weil ich unmöglich alle diese Kekse alleine essen kann, habe ich einen Testabend mit lieben Freunden gemacht. Ergebnis: Um die Matcha-Kekse haben wir uns fast geprügelt, was ich interessant finde, weil diese Geschmacksrichtung doch eher exotisch ist. Darum habe ich auch bei Lambertz nachgefragt, wie man denn auf die Idee kommt, Matcha- und Wiesenkräuter-Kekse herzustellen. Antwort: „Unser Ziel war es, Gebäcke zum Wohlfühlen zu entwickeln.“ Darum sind die Bio Cookies seit Juni 2016 auf dem Markt. Zielgruppe: „Bewusste Genießer“.

Wohlgefühlt haben wir uns in unserer kleinen Testrunde natürlich auf jeden Fall – hätten wir aber wahrscheinlich auch ohne Kekse. Trotzdem kamen sie gut an: Eine Teilnehmerin nahm Apfel-Chia mit nach Hause zu ihrer Familie. Und auch die Cappuccino-Kekse landeten bei ihr, weil sie eindeutig ihr zweiter Favorit nach Matcha waren. Die zweite Teilnehmerin begeisterte sich für Zimt Karamell – „Spekulatiusgeschmack“ nannte sie diese Kombination, und schwärmte davon, die Kekse am nächsten Morgen zerbröselt unter das Joghurt zu mischen. Weitere exotische Sorten sind von Lambertz übrigens erst einmal nicht geplant: Man möchte zunächst sehen, wie gut die neuen Geschmacksrichtungen ankommen.

Bio heißt nicht kalorienarm

Als Verbraucherjournalistin habe ich mich natürlich gefragt, woher das Bio im Namen der ersten drei Sorten kommt. Bei den Matcha-Keksen steht, dass das Weizenmehl, der Rohrzucker, die Zutaten der Zartbitterschokolade und noch einiges mehr aus kontrolliert ökologischem Anbau kommt. Bei den Wiesenkräutern sind es vor allem die Minze, Ringelblume und Melissenblätter, die dem Siegel gerecht werden. Nun gibt es aber sehr viele Bio-Siegel, und nicht jedes kann man ernst nehmen: Auf den Cookies von Lambertz ist das stilisierte Blatt aus weißen Sternen auf hellgrünem Hintergrund, das auch als EU-Biosiegel bekannt ist, abgebildet. Es ist seit 2012 verbindlich für „alle vorverpackten, ökologisch erzeugten Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt werden und die strengen Normen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllen“, heißt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Bio heißt allerdings nicht zwingend gesünder oder gar kalorienarm. Das zeigt sich beim Blick auf die aufgedruckten Nähwerttabellen: 100 Gramm Matcha-Kekse haben 484 Kilokalorien, davon sind rund 22 Gramm Fett und rund 31 Gramm Zucker. Die Wiesenkräuter liegen mit 467 Kilokalorien, 20 Gramm Fett und 23,6 Gramm Zucker etwas besser. Im Vergleich dazu noch das Butter-Gebäck: 475 Kilokalorien, 22,3 Gramm Fett und 20,5 Gramm Zucker. Ein Kalorienverbrennungsrechner im Internet verrät mir, dass ich 45 Minuten langsam joggen müsste, um rund 100 Gramm Kekse wieder los zu werden.

Fazit: Ja, die Kekse sind lecker. Aber wie bei allem Süßkram gilt: Man sollte sie in Maßen genießen. Oder mehr Sport treiben.

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