Frühstück im Hotel Victoria in Nürnberg

Frühstück!
Frühstück!

Alles ist hier liebevoll angerichtet: Auf dem hausgemachten Bircher Müsli liegen frische Bananenschreiben, ein selbstgemachter Karottenaufstrich steht ganz selbstverständlich neben der Butter. In großen Glaskaraffen gibt es Wasser – einmal mit frischer Minze und Johannisbeeren, einmal mit Zitronenscheiben. Bei der Wurst- und Käseauswahl steht ein Wurstsalat mit Gurken- und Paprikawürfel, ebenso ein Beerenquark und eine Vielzahl an kleinen Schüsselchen mit getrockneten Früchten wie beispielsweise kandiertem Ingwer. Ich bin im Hotel Victoria in Nürnberg, mitten in der Stadt.

Das Hotel gibt es seit 1896, und was als erstes auffällt, sind die vielen internationalen Gäste, die man im Aufzug, an der Rezeption oder im Frühstücksraum trifft. US-Amerikaner sind viele hier, Franzosen, Italiener, die sich für die Süßspeisen am Frühstücksbuffet begeistern. Und Schweizer, die die Wurst- und Käseauswahl bevorzugen. Ebenfalls auffallend ist, wie modern das Hotel ist: helle Farben, schlichte Möbel, keine schweren Vorhänge, wildgemusterten Teppichböden oder abgenutzte Badezimmer. Ganz im Gegenteil. Allerdings muss man vorsichtig sein mit Veränderungen, denn das Gebäude steht unter Denkmalschutz, erfahre ich beim Begrüßungs-Sekt an der Bar. Trotzdem wird ab kommendem Jahr eine Klimaanlage eingebaut werden. Bis sie jedoch in allen Zimmern verfügbar ist, wird es einige Jahre dauern, denn diese Neuerung ist mit hohen Investitionen verbunden.

Lage, Lage, Lage

Ob mit oder ohne Klimaanlage, die Gäste werden nicht so schnell ausbleiben, denn das Hotel Victoria hat eine für Reisende hervorragende Lage: Man muss nur durch die Unterführung gehen, dann ist man bereits mitten im Hauptbahnhof. Dementsprechend fahren Straßen- und U-Bahnen vor dem Hotel in alle Richtungen. Ins historische Zentrum geht man zwar etwa zehn Minuten zu Fuß – aber durch eine Fußgängerzone ohne Autos. Speziell am Sonntagmorgen ein schöner Spaziergang. Rund um das Hotel gibt es einige Gasthäuser und Kneipen, direkt an der Ecke ist der Zugang zum Handwerkerhof, ein Winkel der Stadt, der mittelalterlich mit seinen kleinen Fachwerkhäuschen aussieht, und wo Handwerkskunst präsentiert wird. Direkt hinter dem Hotel ist das Neue Museum, wo Kunst und Design gezeigt wird – und auf meinem Kopfkissen finde ich neben Gummibärenherzchen, die nach Himbeere schmecken, dafür eine Eintrittskarte. Leider reicht meine Zeit für einen Besuch nicht aus.

Im Hotel Victoria in Nürnberg

Natürlich hat die zentrale Lage auch einen Nachteil – zumindest in einer warmen Sommernacht, dann also, wenn die ganze Stadt auf den Beinen ist, und die damit verbunden Geräusche selbst bis in mein Dachzimmer kommen. Aber: Das Hotel hat Ohropax bereit gelegt. Somit ist der Schlaf gerettet, und am Frühstücksbuffet ist dann sowieso alles wieder vergessen.

Die Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg hat meine Unterkunft, die NürnbergCard und das Essen während meines Aufenthalts bezahlt.

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