Frühstück im Café Melange in Hamburg

Frühstück für zwei
Frühstück für zwei

Natürlich: Wir hätten auch das Hotelfrühstück nehmen können. Aber 19,95 Euro pro Person und Morgen finde ich ziemlich viel dafür, dass ich nicht mehr als ein Brötchen, ein Schälchen Müsli und einen Tee verspeisen werde. Da spielt es keine Rolle, was alles aufgetischt wird – ich habe das Hotel schließlich nicht um ein Frühstücksbuffet gebeten. Wenn man bedenkt, dass das Hotelzimmer sehr deutlich mehr als 100 Euro pro Nacht gekostet hat, finde ich außerdem, dass 19,95 Euro eine Frechheit sind. Dementsprechend war schnell klar: Wir frühstücken nicht im Hotel. Kann so schwierig in Deutschlands zweitgrößter Stadt ja nicht sein, eine Alternative zu finden.

Ab 9? Sieht nicht so aus!
Ab 9? Sieht nicht so aus!

Allerdings ist in Hamburg das Angebot erstaunlicherweise überschaubar – zumindest an einem Sonntagmorgen vor 9 Uhr: Das französische Bistro um die Ecke macht erst um 10 Uhr auf. Zu spät für uns. Das Café, das bei Foursquare empfohlen und bereits von zwei meiner Kontakte besucht worden war, hat schon wieder geschlossen. Am nächsten Café steht, dass es ab 8.30 Uhr geöffnet hat, aber um 8.45 Uhr sieht die Dame, die aufschließt und die Tür sehr schnell wieder hinter sich zumacht, nicht so als, ob sie auf Besucher Lust hätte. Einige Meter weiter wird gerade der Vorplatz bestuhlt: Brunch ab 10.30 Uhr, strenge Blicke der Mitarbeiter – sprecht uns bloß nicht an! Das Café an der Binnenalster hat alle Vorbereitungen getroffen, macht aber erst 9.30 Uhr auf, daneben gibt’s ab 9 Uhr Brunch – und es steht eine Schlange am Einlass. Beim Rathausplatz steht „Frühstück ab 9 Uhr“, aber niemand ist zu sehen.

Frühstück für zwei am Wasser

Im Café Melange, oben
Im Café Melange, oben

Schließlich stoßen wir auf das Melange, direkt an den Alsterarkaden. Wir nehmen das Frühstück für zwei und sparen immerhin im Vergleich zum Hotelfrühstück zehn Euro. Die Bedienung bittet uns, an einen größeren Tisch umzuziehen, da das Frühstück reichlich ist: Für knapp 30 Euro bekommen wir zwei große Schalen Kaffee und zwei Gläser Orangensaft, zwei Brötchen pro Person, je ein Croissant, gute italienische Wurst, Käse, ein Ei und einen kleinen Obstsalat. Wir sitzen draußen am Wasser, völlig entspannt – der Sonntag startet nach einigen Anlaufschwierigkeiten gut. Vorsatz für den nächsten Besuch in der Hansestadt: Nochmals dort essen, denn auch die Kuchen in den Vitrinen sehen toll aus und die Speisekarte ließt sich verlockend.

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