Wir grillen ein 3-Gang-Menü

Bratwürstchen auf den Grill – und fertig ist das Abendessen? Kann ich mich ehrlich gesagt nicht dafür begeistern. Nachdem ich im vergangenen Sommer bei einem Grillseminar von Metin Calis war, locken mich die eher ungewöhnlichen Grillgerichte deutlich mehr. Allerdings gibt es da noch ein Problem, und das ist unser kleiner, einfacher Elektrogrill. Leider haben wir auf unserem Balkon keinen Platz für einen großen, tollen Grill. Trotzdem dachten wir uns in diesem Jahr, wir versuchen’s nochmals.

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Cocktails in Frankfurt am Main

Es ist Samstagabend, es ist kalt, und ich bin in Frankfurt. Auf einen Club habe ich genau so wenig Lust wie auf ein besonders tolles Restaurant, denn hinter mir liegen zwei anstrengende Tage als Dozentin. Ein Cocktail geht jedoch immer. Eine kurze Recherche im Internet: Die Bar im Hotels Roomer’s soll ganz wunderbar sein. Da das Hotel gegenüber dem Le Meridien Park Hotel ist, wo ich übernachte, beschließe ich, das zu testen. Das Roomer’s wirkt von außen ziemlich abweisend: Es sieht dunkel aus, so als ob es geschlossen wäre. Davor stehen dicke Autos. Doch ab und zu öffnet sich die Tür, und Menschen gehen ein und aus. Ich gehe auf besagte Tür zu, sie öffnet sich wie von Zauberhand. Der Portier versichert mir, dass die Bar bereits geöffnet sei und weist mir den Weg.

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In der Kantine der Deutschen Bahn in Köln

Wir fühlen uns schuldig. Dabei haben wir überhaupt nichts falsch gemacht. Trotzdem rufen ein Herr und eine Dame hinter der Theke entsetzt „Nein!“, als wir unseren Bon vorzeigen. „Hätten Sie uns doch zuerst gefragt“, sagt der Herr vorwurfsvoll. Aber wie hätten wir auf diese Idee kommen sollen? Eigentlich ist nämlich alles ganz toll geregelt, wenn man in die Kantine der Deutschen Bahn in Köln kommt. Die ist ziemlich am Ende von Gleis 1, dort wo kaum Reisende vorbeikommen, geht es links weg in einen Glasbau. Links im Gebäude hängt dann der Speiseplan.

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Ein Besuch auf dem Biohof Bursch in Bornheim

Der Eichblattsalat mit den grün-roten Blättern, den Landwirt Heinz Bursch frisch vom Feld abschneidet, passt genau in eine Hand. „Für den Handel ist er zu klein“, sagt er. „Wollen wir ihn verkaufen, müssen wir uns etwas einfallen lassen.“ Die Lösung lautet in diesem Fall, ihn kombiniert mit einem grünblättrigen Salat zu verkaufen, der ebenfalls etwas zu klein geraten ist. Was für ein Wahnsinn, denke ich. So oft ärgere ich mich darüber, dass die Salatköpfe im Supermarkt, aber auch in meiner wöchentlichen IDA-Regio-Gemüsekiste, zu groß sind. Die IDA wird übrigens auch von Bursch beliefert, und alleine darum fand ich es spannend, mir den Biohof Bursch in Bornheim bei Bonn anzusehen und zu schauen, woher mein Gemüse kommt.

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Lecker Essen in Köln: Balthasar im Agnesviertel

Ihr wollt das echte Köln kennenlernen? Das urige, bodenständige Köln? Dann ab ins Balthasar in der Neusser Straße. Die kleine Kneipe gibt es seit über 50 Jahren, heißt es im Internet. Hier gibt keine weißen Tischdecken, keinen neumodischen Chic – dafür aber historische Bilder von Köln, FC-Devotionalien und jede Menge Herz und kölsche Sproch. Als ich einen Tisch reserviere, fragt die Dame am Telefon, ob wir essen wollen. Die Frage überrascht mich, vor allem, weil ich nicht weiß, ob meine Ex-Kollegen hungrig sein werden. Also sage ich genau das. „Määt nex!“, schallt es mir durchs Telefon entgegen. Als wir dann da sind, wollen alle essen, und man hat die Qual der Wahl: Speckpfannenkuchen mit Salat, Pferdebockwurst, Grünkohl mit Pinkel und noch einige traditionelle Gerichte mehr. Alle sind mit dem glücklich, was ihnen serviert wurde.

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Green B: Bergamotte Limonade für heiße Sommertage

Sie wird das „grüne Gold“ genannt: Die Bergamotte wächst im Süden Italiens, in Kalabrien, gestreichelt von afrikanischen Winden, auf einem Landstreifen von nur 100 Kilometern Breite. Die Bergamotte ist eine Zitrusfrucht und sieht ein wenig wie eine überdimensionierte Limone aus. Allerdings verwendet man in der Regel im Gegensatz zu anderen Zitrusfrüchten nicht ihren Saft, sondern die Schale. Sie wird für Parfüm wie 4711 genutzt oder um Earl Grey Tee zu parfümieren. Dazu reibt man die Schale ab und presst das teure Öl heraus, „ein Liter kostet etwa 150 Euro“, sagt Christopher Marek, der sich seit rund zweieinhalb Jahren für die Bergamotte interessiert. Damals war er nämlich mit seiner Partnerin bei deren Schwester und bekam einen Aperitif serviert: Gin mit Bergamottensaft, den man nur selten findet. „Ich hatte eine Geschmacksexplosion im Mund“, erzählt er, und von da an war ihm klar, er müsse die Bergamotte und vor allem ihren Saft bekannter machen.

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Frühstück im Café Metropol in Frankfurt/Main

Eine Sekunde lang bin ich enttäuscht, dass wir am Sonntag nicht in unserem Hotel in Frankfurt frühstücken werden. Denn im Le Meridien haben wir eine kleine Suite bekommen, die Bar im Hotel ist marokkanisch angehaucht und bietet tolle Drinks, und im Übernachtungspreis ist auch noch der Eintritt in die Frankfurter Ausstellungshalle Schirn enthalten, in der gerade die Joan Miró Ausstellung gezeigt wird. Bestimmt wäre auch das Frühstück toll gewesen, allerdings mit rund 20 Euro pro Person auch nicht gerade günstig. Doch wir müssen uns gar nicht erst für oder gegen das Frühstück entscheiden, denn wir sind am Sonntagmorgen mit lieben Freunden aus der Nähe von Frankfurt verabredet, und zwar um die Ecke vom Römer, dem Café Metropol, einer Institution in der Stadt am Main.

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Essen in Sankt Peter-Ording: Wie ich verzweifelt nach bezahlbaren und guten Fischgerichten suchte

„Um die Ecke ist ein griechisches Restaurant. Vielleicht bekommen Sie da noch eine Platz“, ruft mir die Dame an der Theke hinterher. „Vielleicht“, das klingt nicht gut, denke ich leicht beunruhigt an einem Samstagabend gegen 19.30 Uhr im schleswig-holsteinischen Sankt Peter-Ording. Nachdem ich den ganzen Nachmittag am Strand entlang gegangen war, würde ich mir jetzt gerne den Weg in den Ort sparen. Doch in der nächsten Gaststätte bei meinem kleinen Hotel gibt’s kein Essen. Nur um die Ecke, da ist der Grieche. Der setzt mich kurzerhand an einem großen Tisch zu zwei Frauen, denn alle anderen Tische sind besetzt oder reserviert. Ich nehme mit: Abends besser vor 19 Uhr Essen gehen, ist eh gesünder.

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Nach welchen Kriterien ich Wein auswähle

Rund 450 Weine stehen in der Speisekarte des Kölner Sternerestaurants La Société. So steht es zumindest auf der Internetseite des Restaurants. 450 Weine – das kann einen Gast schon einmal überfordern. Als ich neulich mit Freundinnen dort das Kwartier Latäng Menü für Einsteiger in die Sterne-Küche gegessen habe, fragte mich die eine, nach welchen Kriterien ich eigentlich einen Wein aussuche. Gute Frage, finde ich. Denn obwohl ich schon mehrere Weinseminare besucht habe, kann ich mit den Fachbegriffen nur wenig anfangen. Meine Antwort:

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Frühstück im Hotel Schloss Schweinsburg in Schweinsburg-Culten

Sonntags gibt’s Waffeln zum Frühstück! Sie sind ganz klein, etwa wie ein Handteller, und dazu wird Apfelmus gereicht. Das hat mir im Schloss-Hotel ins Schweinsburg-Culten, eineinhalb Stunden mit dem Regionalexpress von Leipzig entfernt, am besten gefallen. Natürlich gibt es auch mehrerlei Brot, Eier, Frühstücksflocken, Obst, Würstchen, Käse und Aufschnitt. Aber die Waffeln mit Apfelmus haben es mir irgendwie angetan.

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